Im Zentrum Vietnams – Hue und Hoi An

Länder , Vietnam Mrz 04, 2017 No Comments
Beleuchtete Straßen von Hoi An

Wenn man Vietnam von Norden nach Süden durchquert, kommt man an den Städten Hue und Hoi An vorbei. Beide liegen mitten im Zentrum des Landes am sogenannten Wolkenpass, der eine natürliche Grenze zwischen den Landesteilen bildet. Wir  verbrachten hier ein paar sehr schöne Tage und können die Region nur weiterempfehlen.

 

Hue

Palastanlage in Hue Palastanlage in Hue

Von 1802 bis 1945 war Hue die Hauptstadt Vietnams und das politische Zentrum dieser Zeit bildete die Verbotene Stadt. Diese Palastanlage ist seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe und somit ein Touristenmagnet. In der alten Kaiserstadt kann man sicherlich einige Tage verbringen und dabei nicht nur den Palast bestaunen. In und um Hue gibt es einige Pagoden, die alten Kaisergräber, man kann eine Drachenbootfahrt auf dem “Parfümfluss” unternehmen oder einen Ausflug in die ca. 30 km nördlich gelegene Demilitarisierte Zone (DMZ) machen. Letzteres haben wir die Tage davor schon angeschaut und fanden dies sehr interessant. Dazu folgt noch ein eigener Beitrag.

 

Da wir noch einiges in Vietnam vorhatten und uns die Stadt ansonsten nicht wirklich gut gefallen hat, beschränkten wir uns auf den Besuch der Verbotenen Stadt. Die Anlage ist von einem Wassergraben umgeben und an den Toren sind die alten Kanonen aufgestellt. Hinter den Mauern stehen verschiedene Tempel und Wohnbereiche, in denen sich die kaiserliche Familie aufhielt. Schöne Parkanlagen dienten der Entspannung.

Vor dem Palast wurden wir Zeuge einer Art Militärparade. Die Soldaten schienen aber gerade Pause zu haben und langweilten sich am Straßenrand. Gleich daneben befindet sich nämlich das Militärmuseum, bei dem man schon von außen alte Panzer und Flugzeuge betrachten konnte.

Noch am selben Tag hatten wir uns von unserer Unterkunft einen Touri-Bus buchen lassen, der uns nach Hoi An brachte. Eigentlich ist das nicht so unser Stil, da wir die günstigeren lokalen Transportmittel bevorzugen. Aber hier in Vietnam ist der Tourismus schon derart etabliert, dass es in diesem Fall deutlich teurer und zeitaufwendiger gewesen wäre, selbst auf den Busbahnhof zu gehen. Die Touristenbusse fahren alle Hotels an, sammeln die Leute ein und bringen sie im Zielort auch zu ihrem Hotel.

 

Hoi An

Altstadt von Hoi An Altstadt von Hoi An

Das schöne Städtchen Hoi An begeistert viele Vietnamreisende. Die hübsche Altstadt, welche am Abend von hunderten Seidenlampen beleuchtet wird fanden wir einmalig. Zudem finden sich hier über 800 historische Bauten, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Schon allein das ist ein Grund für einen Besuch. Aber Hoi An wartet zudem mit vielen sehr guten Untererkünften, leckeren Restaurants und guten Einkaufsmöglichkeiten auf. Als wäre das noch nicht genug, konnten wir auch noch an einem weißen Strand entspannen.

Deshalb genossen wir ganze vier Tag in einer liebevoll eingerichtete Unterkunft mit familiärer Atmosphäre. Lediglich der Verkaufsdrang, uns zum Familienschneider zu schicken, war manchmal anstrengend. Aber das ist wahrscheinlich in so einer Touristenhochburg normal.

Meist erkundeten wir zu Fuß die Altstadt. Dies war besonders angenehm, da es dort tagsüber verkehrsberuhigte Zonen gab. Andere Touristen bevorzugten es, sich mit einem Fahrradtaxi durch die Stadt fahren zu lassen. Bei unserem Bummel ließen wir uns dann von einem der vielen Schneider verführen und innerhalb eines Tages fertigten sie uns zwei Kleider und ein Jacket an.

Höhepunkt jeden Tages war die festliche Beleuchtung der Altstadt am Abend. Zu dieser Zeit kann man am Fluß Sông Thu Bồn eine Bootsfahrt machen oder einfach die Leute dabei beobachten, wie sie kleine Boote mit Kerzen auf dem Wasser treiben lassen. Zusammen mit den Seidenlampen, die überall am Ufer angezündet sind, gibt dies eine einmalige Kulisse.

Um mal etwas aus der Stadt heraus zu kommen, haben wir den obligatorischen Strandbesuch gemacht. Dabei durchquert man schöne Reisfelder, die zwischen der Stadt und dem Meer liegen. Wer Lust auf Wassersport hat, kann sich dort am Parasailing versuchen. Wir bevorzugten den altmodischen Strandspaziergang.

 

Weil Hoi An leider nicht ganz an der Hauptverkehrsader liegt, mussten wir erst zum etwas nödlich gelegeneren Da Nang. Von hier kommt man gut per Bus oder Zug weiter nach Norden oder Süden. Da wir auf eine lange Busfahrt im Liegen keine Lust hatten, entschieden wir uns diesmal für den Zug nach Tuy Hòa, wo wir nur einen Übernachtungsstop einlegten.

Der Zug selber war ganz ok und vorallem die nette Aussicht auf die Karstfelsen und Reisfelder war schön. Auch für das leibliche Wohl wurde vollends gesorgt. Von Tuy Hòa sollte es einen Tag später nach Đà Lạt gehen.

Matthias

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